Am 22. Mai 2026 führte die Freiwillige Feuerwehr Lanzenkirchen eine anspruchsvolle Übung zum Thema Personenrettung aus engen Räumen durch. Das Übungsszenario lautete „Bewusstlose Person in einem Silo“. Ausgangslage war eine bewusstlose Person im Inneren eines Silos, wobei vermutet wurde, dass entstandene Gase zur Bewusstlosigkeit und in weiterer Folge zu einem Absturz geführt hatten.
Nach der Erkundung entschied sich die Übungsleitung für eine Rettung unter schwerem Atemschutz. Der Atemschutztrupp rüstete sich vollständig aus und bereitete den Einstieg über die seitliche Einstiegsöffnung des Silos vor. Aufgrund der sehr engen Öffnung konnten die Atemschutzgeräte nicht außerhalb angelegt werden. Die Truppmitglieder stiegen daher einzeln über die Steckleiter in das Silo ab. Während des Abstiegs wurde der Lungenautomat durch einen Kameraden auf der Leiter angesteckt, die Atemschutzgeräte wurden anschließend mittels Arbeitsleine nachgereicht und im unteren Bereich vollständig angelegt.
Parallel dazu bereitete die restliche Mannschaft die benötigten Rettungsgeräte vor, darunter weitere Steckleiterteile, das Spineboard, das Notrettungsset sowie die Schaufeltrage. Mit diesen Geräten wurde die Rettung der verunfallten Person realitätsnah beübt.
Für eine weitere Übungssequenz stellte sich Rodler Christoph als verletzte Person zur Verfügung. Der Atemschutztrupp brachte ihn auf der Schaufeltrage über die Steckleiter nach oben, während die Kameradinnen und Kameraden außerhalb des Silos die Sicherung und die endgültige Rettung übernahmen.
Die Übung verlief erfolgreich und bot eine wertvolle Möglichkeit, das Vorgehen unter Atemschutz, die Rettung aus engen Räumen sowie den sicheren Umgang mit den eingesetzten Rettungsgeräten zu trainieren.
Ein besonderer Dank gilt Rodler Christoph für die Bereitstellung des Hofes und die Möglichkeit, die Übung unter realistischen Bedingungen durchführen zu können.











